Bildungskarenz und Weiterbildungsgeld – Möglichkeiten für Arbeitnehmer

Weiterbildungsgeld

Wer in unserer Gesellschaft weiterhin erfolgreich sein will, der darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern muss sich weiterbilden, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Dies wird oft als negativ empfunden: Früher sei alles ruhiger gewesen, wird da oft entgegnet. Aber auch damals sind Berufsfelder einfach verschwunden. Nennen wir als Beispiel den Heizer auf Dampfloks oder Kutscher.

Diese hatten allerdings nicht die Möglichkeit vom sozialen Netz aufgefangen zu werden. Und auch wenn sie bereits während ihrer Berufstätigkeit merkten, dass ihre Dienste wohl in absehbarer Zeit nicht mehr benötigt würden, hatten sie kaum Chancen auf Weiterbildung.

Das ist in Österreich dank der Bildungskarenz und des Weiterbildungsgelds deutlich besser.

Was ist die Bildungskarenz?

Bei der Bildungskarenz handelt es sich um eine in Österreich im Gesetz verankerte Möglichkeit, sich eine Auszeit für berufliche Weiterbildung zu nehmen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Arbeitnehmer freizustellen. Dieser bekommt in der Zeit allerdings kein Gehalt oder Lohn. Vielmehr bestreitet er seinen Lebensunterhalt mithilfe des Weiterbildungsgelds. Dieses wird vom österreichischen Staat gezahlt und ist in Höhe des Arbeitslosengelds festgelegt.

Die Bildungskarenz hat eine Dauer von zwei bis zwölf Monaten. Diese Zeit reicht, um auch eine umfangreiche Fortbildung oder gar Umschulung durchzuführen.

Welche Weiterbildungsmaßnahmen sind während der Bildungskarenz sinnvoll?

Verschiedene Anbieter von Weiterbildungskursen, wie etwa comeniusakademie, bieten mit deren Kursen die Möglichkeit, die Bildungskarenz sinnvoll zu nutzen.

Aus Sicht eines Arbeitnehmers sind vor allem Kurse sinnvoll, die Wissen und Fähigkeiten vermitteln, die auch in der Zukunft gefragt sein werden.

Hoch im Kurs stehen wirtschaftswissenschaftliche Fähigkeiten. Durch die weiter zunehmende Globalisierung und Arbeitsteilung wird die Wirtschaft weltweit weiter miteinander verwoben. Mittlerweile sind auch kleine, ländliche Unternehmen weltweit unterwegs. Wirtschaftliche Kenntnisse bezüglich Management, Warenverkehr oder internationaler Buchhaltung bedeuten dabei einen Marktvorteil. Wer sich da als Arbeitnehmer positiv herausheben kann, der wird sich auf dem Arbeitsmarkt auch in Zukunft als gefragte Arbeitskraft präsentieren können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den gerade die Globalisierung mit sich bringt, ist die Notwendigkeit, sprachliche Kompetenzen aufzubauen. Noch vor 50 Jahren konnte man auch in gehobenen Positionen noch ohne zusätzliche Sprachkenntnisse, neben Deutsch, auskommen. Mittlerweile müssen auch Arbeiter Englisch zumindest rudimentär sprechen. Durch die Internationalisierung des heimischen Arbeitsmarkts hat sich Englisch als Lingua Franka in fast jedem Bereich durchgesetzt. Wer international viel unterwegs ist, sollte neben Englisch im Idealfall auch noch die Muttersprache des Geschäftspartners sprechen.

Zusammenfassung

Österreich ist mit seiner Bildungskarenz und dem Wirtschaftsgeld ein Pionier auf dem Gebiet der lebenslangen Weiterbildung. Deutschland ist da noch lange nicht soweit.

Sinnvolle Weiterbildung, gerade aus Sicht einer sich beständig wandelnden und globalisierten Wirtschaft, sind Sprachen und wirtschaftliche Inhalte.