Maleinsäureanhydrid – eine spannende Chemikalie

Maleinsäurehydrid ist ein industrielles Zwischenprodukt, welches in der Chemie eine große Rolle spielt. Vor allem bei der Herstellung und Produktion von beispielsweise Polyesterharzen, chemischen Weichmachern oder auch Lackrohstoffen ist die Chemikalie unverzichtbar. Aber hierbei hört es mit den Einsatzgebieten des chemischen Stoffes längst noch nicht auf. Auch bei der Herstellung von Medikamenten, Pestiziden, Farbstoffen und auch Gerbstoffen kommt das Maleinsäurehydrid stetig zum Einsatz. Doch woraus besteht dieser ätzende Stoff eigentlich? Was macht ihn interessant für uns und wobei ist es unverzichtbar? All diese Fragen klären wir für Sie in diesem umfassenden Artikel.

Maleinsäudehydrid: Die wichtigsten Eigenschaften dieser Chemikalie

Maleinsäurehydrid ist ein sehr wichtiger Zwischenstoff in vielen chemischen Prozessen. Doch die Chemikalie hat auch grundsätzlich interessante Eigenschaften. Sie wandelt sich nämlich sehr schnell zu Gas um – dieser Übergang von fest zu gasförmig findet bereits bei Raumtemperatur statt. Generell ist der Stoff aber fest und weiß, die Formen in denen er auftritt unterscheiden sich allerdings. Das Maleinsäurehydrid kann sowohl in der Form von weißem, kristallenen Pulver, nadelförmig oder aber auch klumpig auftreten. All diese Zustände sind typisch für die Chemikalie. Ein weiteres, unverkennbares Merkmal ist der stechend beißende Geruch, welcher sehr typisch für diesen Stoff ist. Zwar wechselt der Stoff bei Raumtemperatur seine Form und geht in den gasförmigen Zustand über, er kann aber tatsächlich auch als Schmelze bei einer Temperatur von 70 Grad Celsius transportiert und im Handel verwendet werden. Bei diesem Prozess ist aber stets die größte Vorsicht geboten. Denn Maleinsäurehydrid kontaminiert schon bei 20 Grad toxisch die Luft. Um Reaktionen wie Reizungen der Haut, Schleimhäute und auch Augen zu verhindern muss also zwingend darauf geachtet werden, dass die richtige Temperatur eingehalten wird.

Des Weiteren ist eine Eigenschaft, die ebenfalls von Bedeutung ist, die Löslichkeit des Stoffes. Nicht nur in Wasser, sondern auch in zahlreichen anderen Lösungsmitteln ist diese Chemikalie löslich – wobei Maleinsäure entsteht. Und wie es für einen ungesättigten Stoff relativ typisch ist, geht Maleinsäureanhydrid leichte Reaktionen einer Addition an der Doppelbindung ein.

Doch wofür wird Maleinsäurehydrid nun in unserer Industrie benötigt? Der chemische Zwischenstoff kommt tatsächlich in vielen unterschiedlichen industriellen Bereichen zum Einsatz, die sich von einander unterscheiden. Besonders typisch und häufig ist der Einsatz bei der Herstellung von ungesättigtem Polyester. Genauso ist die Synthese von Wachstumsregulatoren, Pestiziden, Tensiden, Insektiziden und auch Herbiziden ein klassisches Einsatzgebiet dieses Stoffes. Aber auch etwa bei der Herstellung von diversen Schmiermitteln oder auch verschiedenen Klebstoffen mit besonders starker Haftwirkung findet die Chemikalie häufig Anwendung.